Sanfte Sportarten: Yoga & Co.
Während sich viele Sportler nach wie vor damit beschäftigen möglichst viele Kilometer zu laufen, Kilos zu stemmen oder Sekunden einzusparen, stehen bei einigen – vor allem fernöstlichen – Sportarten ganz andere Ziele im Vordergrund. Bei Tai Chi, Chi Gong, Yoga oder Aikido geht es nicht um sportliche Höchstleistungen, sondern um die Beherrschung der Energien des menschlichen Körpers. Obwohl die vier Sportarten aus verschiedenen Ländern stammen (Yoga: Indien, Tai Chi und Chi Gong: China, Aikido: Japan) haben sie sehr viel Gemeinsamkeiten: Regelmäßig praktiziert dienen sie vor allem der Gesundheit und können vorbeugend gegen viele Erkrankungen eingesetzt werden. Hier die wichtigsten Fakten im Überblick:
Chi Gong:
Chi Gong: ist eine chinesische Bewegungsform, die sich an der Grenze zwischen Medidation uns Sport bewegt. Obwohl die meisten Übungen des Qui Gong bereits seit mehr als zweitausend Jahren praktiziert werden (Sie werden z. B. im Zhuangzi genannt und es gibt Bilder aus der Han-Dynastie, die eindeutig Chi-gong Übungen zeigen.) ist der Name Chi Gong für diese Sportart erst seit den 50er Jahren üblich. Die im Chi gong durchgeführten Übungen dienen der Kultivierung von Körper und Geist, teilweise gibt es auch Kampfkunst-Übungen. die Praktizierenden versuchen durch diese Übungen die Körperenergie “Chi” anzureichern und zu harmonisieren.
Der Ursprung der Übungen liegt weit zurück, schon im Zhuangzi werden bestimmte Formen angedeutet, und aus der Zeit der Han-Dynastie liegen Seidenbilder vor. Der Name Qigong wurde zum ersten Mal von dem Daoisten Xu Xun aus der Jin-Zeit verwendet und bezeichnet seitdem bestimmte Übungen in der Kampfkunst.
Tai Chi:
Auch Tai Chi ist ursprünglich eine Kampfsportart aus Chinaund wird heute von mehreren
Millionen Menschen weltweit praktiziert. Man kann also mit Recht behaupten, dass es zu den am meisten verbreitesten Kampfsportarten zählt. und damit zu den am häufigsten geübten Kampfkünsten zählt. Wie beim Chi gong geht es auch beim Tai chi um die Beherrschung der eigenen Körperenergie “Chi”. Aus dieser Beherrschung leitet sich auch der Name ab, er bedeutet nämlich “Meister der Energie”
Yoga
Was Tai Chi für die Chinesen ist, das ist Yoga für die Inder: Eine Art “Volkssportart” die von extrem vielen Menschen praktiziert wird und die ihren Ursprung in der indischen Antike hat. Eigentlich bedeutete Yoga das “Anjochen der Triebe” um dadurch zur Erkenntnis Gottes zu gelangen. Trotz dieses sehr esoterischen Ansatzes wird Yoga heute weltweit vor allem aus Gesundheitsgründen paraktiziert. Inzwischen gibt es auch viele neue Yoga-Stile, wie z. b. das bekannte Iyengar-Yoga.
Aikido: 
Diese japanische Kampfsportart wurde erst vor relativ kurzer Zeit entwickelt. Am Beginn des 20. Jhts entwickelte Morihei Ueshiba aus verschiedenen Kampfstilen (Judo, Karate, Jūjutsu…) seine Synthese, die er Aikido nannte. Aikido zeichnet sich durch seine betont defensive Philosophie aus. Auch in dieser Sportart ist es wichtiger die Körperenergien zu spüren als den Gegner zu besiegen.