Im Spitzensport sind sie ja durchaus bekannt: Die Trainer oder auch Coaches, die durch den richtigen Mix von Technik, Motivation und Psychologie die Sportler zum Sieg führen sollen. Die Frage, die wir uns hier stellen ist, ob es auch für Amateursportler sinnvoll sein kann einen Coach einzusetzen.

Um dieses Thema sinnvoll zu erörtern, muss man erst ein Mal die Rolle des Coaches im traditionellen Sportbetrieb kennen. Dann kann man entscheiden, welche Teile des Coachings auch im Breitensport sinnnvoll sein können. Ich gehe im Weiteren auf den exzellenten Artikel auf www.volleyball-training.de ein und werde die dort geäußerten Überlegungen hinsichtlich “Coaching im Breitensport” untersuchen.

Der Autor dieses Artikels untersucht nämlich auf dieser Seite den Sinn und Zweck des Einsatztes von Coaches im Sport auf hervorragende Art und Weise. Er beginnt mit den Ursprüngen des Begriffes, erklärt dann die Differenzen und Gemeinsamkeiten der verwandten, aber nicht identischen Begriffe “Coaching” und “Trainer” und geht am Ende des Artikels auf die einzelnen Strategien ein, die Coaches zum Erreichen ihres Zieles durchführen. Vor allem der Versuch des Coaches Selbständigkeit und Selbstverantwortung im Umgang mit den möglichen Problemen und Konflikten, aber auch im Fall von Blockaden, Erfolgen (Misserfolgen!) zu lehren ist hierbei von Wichtigkeit. Dabei werden – je nach Anlass – unterschiedliche Techniken eingesetzt, die die gewünschten Resultate bringen sollen.

Legt man diesen Ansatz auf das Gebiet des Breitensportes um, dann erkennt man recht schnell, dass viele der dort vorgeschlagenen Möglichkeiten oder Techniken für Hobbysportler nicht sinnvoll sind. So wäre es z. B. vollkommen absurd von einem Gelegenheits-Tennnisspieler, der sich nach Büroschluss eine schöne Zeit am Court macht, zu verlangen, dass er autogenes Training oder NLP betreiben soll um zu gewinnen. Bei anderen Sportarten ist die Situation aber durchaus anders.

So macht es auch für Freizeitsportler absolut Sinn sich vor der Teilnahme an einem Marathon von einem Coach betreuen zu lassen. Denn die Teilnahme an einem Marathon ist mit Sicherheit eine wesentliche Herausforderung und bedarf bereits im Vorfeld eine klare Positiion: Man muss es eben schaffen wollen die volle Distanz zu laufen… und wer könnte einen für dieses Ziel wohl besser motivieren, als ein Coach?

Oder nehmen wir einen engagierten Volleyballverein aus dem Amateurbereich: Auch hier werden die Teammitglieder alles daran setzen um möglichst viele Spiele zu gewinnen. Und warum sollen sie dabei nicht auf die hilfe eines professionellen Coaches zurückgreifen?

Man sieht also, dass heute die Rolle des Coaches auch im Amateurbereich überdacht werden sollte, und dass der Einsatz von effizienten Trainingsmethoden in Verbindung mit professionellem Coaching auch in diesem Bereich durchaus sinnvoll sein kann. Da unterschiedliche Coachingansätze die Rolle der Amateursportler auch unterschiedlich interpretieren, macht es übrigens auch durchaus Sinn die einzelnen Berufsverbände zu konsultieren. So bieten z. B. viele Coaches, die nach der Life Coach Methode arbeiten spezielle Lösungen für Sportler an.

Weiterführende Links: Dipl. Psych. Dr. Struch analysiert in seinem Aufsatz “Coaching, was ist das eigentlich genau?” die Rolle des Coaches detailiert.